So heiraten Herr und Frau Schweizer

Wie und wo heiraten eigentlich die Schweizer? Und wie viel geben sie dafür aus? Eine Studie des Verbandes der unabhängigen schweizerischen Hochzeitsplaner (VUSH) gibt Aufschluss.

ღ Budgets zwischen CHF 30’000 und 40’000

Im Durchschnitt haben die Hochzeitspaare in der Schweiz zwischen CHF 30’000 und CHF 40’000 für ihre Hochzeit ausgegeben. Es gibt aber auch 5% der Schweizer Hochzeitspaare, welche sogar über CHF 80’000 dafür ausgegeben oder investiert? haben. In diesen Kosten nicht enthalten sind die Aufwendungen für Kleider und Ringe sowie die Flitterwochen.

ღ Zweigeteilte Gesellschaft nicht mehr oft gefragt

Traditionellerweise wurde in der Schweiz oftmals mit einer zweigeteilten Gesellschaft gefeiert. Nach der Trauung gibt es einen Apéro mit einer grösseren Anzahl Gäste und anschliessend ein Bankett im eher kleineren Kreise. Diese Zeiten sind auch in der Schweiz langsam aber sicher vorbei – die Brautpaare wünschen sich vermehrt, dass die Gäste beim ganzen Tag dabei sein können und dadurch das Brautpaar entspannt den ganzen Abend mit den Gästen geniessen und feiern kann. Auch die Hochzeitsspiele werden immer seltener. Das letzte Jahr stand ganz unter dem Satz «Wir möchten den Tag zusammen mit unseren Freunden einfach nur entspannt geniessen!».

ღ Klassisches Banketthotel immer noch am beliebtesten

Obwohl historische Gebäude und private Villen auch weiterhin auf dem Vormarsch sind und auch toll ausgebaute Bauernhöfe und Berghütten immer mehr im Trend liegen, hat sich das klassische Banketthotel noch immer durchgesetzt. Vielfach ist hier ein entscheidender Faktor, dass es direkt vor Ort auch Übernachtungsmöglichkeiten bietet und von der Trauung bis zum Bankett und der Feier alles an einem Ort durchgeführt werden kann.

ღ Herbst löst Frühling ab

Während der Samstag weiterhin klarer Favorit beim bevorzugten Wochentag ist, hat sich die präferierte Saison verändert. Sommerhochzeiten sind immer noch sehr gefragt, Frühlingshochzeiten nehmen jedoch merklich ab. Die Studie zeigt eine Verschiebung Richtung September und zum Teil auch Oktober. Rund 25% aller von VUSH-Hochzeitsplanern organisierten Hochzeiten haben im September stattgefunden, dicht gefolgt vom Juli mit 19%.

ღ Durchschnittlich 40 bis 70 Gäste

Herr und Frau Schweizer feiern gemäss Statistik nicht mit riesigen Gesellschaften, so wie dies oftmals in südlichen Kulturen gang und gäbe ist. Eine kleine, überschaubare und persönliche Hochzeit wird durchschnittlich mit 40 bis 70 Gästen gefeiert. Gesellschaften bis 100 Gäste sind ebenfalls weit verbreitet in der Schweiz. Über  100 Gäste sind bei uns eher eine Seltenheit.

ღ Zürich und Zentralschweiz beliebteste Orte

Wenn man die Hochzeiten anschaut, welche von einem VUSH-Hochzeitsplaner betreut wurden, sieht man eine klare regionale Tendenz mit vielen Hochzeiten im Raum Zürich und Zentralschweiz. Graubünden, die Ostschweiz und das Mittelland folgen etwas weiter hinten. Ein Grund dafür könnte einerseits das grosse Angebot an Lokalitäten in diesen Regionen sein, in Zürich und der Zentralschweiz aber auch der angelsächsische Einfluss, wo die Unterstützung durch einen Profi weiter verbreitet ist.

ღ Rosa und Pastelltöne kombiniert mit Gold

Im vergangenen Jahr hat man bei den Hochzeiten in der Schweiz viele Pastelltöne und Rosa in Kombination mit Gold gesehen. Es gab aber auch ganz ausgefallene Ideen und Umsetzungen. So hat zum Beispiel der Trend zu Soundwave-Tattoos auch bei uns Einzug genommen und auch schon den Weg an die Hochzeiten gefunden – zum Beispiel mit dem eintätowierten Wortlaut «Ja, ich will».

Text: Simone Glarner, www.liebesding.ch
Foto: Luisa Blumenthal Photography for the wedding dot

Freie Trauung – was gilt es zu beachten?

Die freie Trauungszeremonie ist eine ideale Alternative, wenn ihr euch eine feierliche Zeremonie wünscht, die Kirchenhochzeit aber keine Option ist. Sie ist ausserdem eine schöne Ergänzung zur Ziviltrauung, welche ein zivilrechtlicher Akt ist und vielerorts auch genauso abläuft – ziemlich trocken.

 Bei der freien Zeremonie können Inhalt, Ort und Gestalter frei gewählt werden – deshalb auch der Name „Freie Trauung/Zeremonie“, aus den oben genannten Gründen wird sie oft auch „Alternative Trauung/Zeremonie“ genannt – im Internet finden sich unter diesen Stichworten inzwischen zig Anbieter.  

Der richtige Trauungsgestalter

Wie aber findet ihr heraus, wer für eure der/die Richtige ist? Und was müsst ihr bei der Organisation einer freien Zeremonie beachten? Hier können wir weiterhelfen – ein routinierter Hochzeitsplaner hat bereits ein paar freie Zeremonien begleitet und kennt die nötigen Dienstleister. Er weiss, dass die Organisation von freien Trauungen immer mit viel Aufwand verbunden ist – angefangen bei der Lokalitätensuche. Viele Brautpaare wünschen sich eine Trauung im Freien, sind sich aber nicht bewusst, dass dies viele Risiken birgt – Hitze, Lärmemissionen, Belästigung durch Insekten und Pollen und nicht zuletzt das Wetterrisiko. Ein schöner und genügend grosser Raum, in dem die Trauung bei Regen oder grosser Hitze abgehalten werden kann, ist deshalb zwingend. Alle Gäste müssen darin bequem Platz finden, also sitzen können. Dies bedingt auch genügend Mobiliar: Stehen Stühle oder Bänke für die Trauung zur Verfügung oder müssen diese angemietet werden? Je nach Qualität von Stühlen und Bänken sind auch Hussen empfehlenswert um der Trauung den nötigen feierlichen Rahmen zu verleihen. Bei Trauungen im Freien ist für Schatten zu sorgen – wenn kein natürlicher Schatten durch Bäume oder Gebäude fällt, müssen Sonnenschirme oder –segel her; wenn die Lokalität nicht über solche verfügt, müssen auch diese angemietet werden.  

 Manche Trauungsgestalter bringen ihre eigene Technik (Headset/Mikro und Verstärker) mit weil sie wissen, dass sie im Freien auf jeden Fall mit akustisch verstärkt müssen. Ist dies nicht der Fall, muss auch die Technik angemietet werden, vielleicht können hier auch die engagierten Musiker weiterhelfen. Musik ist auch bei der freien Trauung ein Muss – Live-Musik schafft den nötigen feierlichen Rahmen während Musik von elektronischen Abspielgeräten als Pause wahrgenommen wird und deshalb nicht zu empfehlen ist – es müssen also auch noch Musiker gesucht werden. Auch hier kann der Hochzeitsplaner mit entsprechenden Empfehlungen bzw. einer Vermittlung weiterhelfen.  

 Ablaufplanung essentiell

Nicht zu unterschätzen ist auch der richtige Ablauf: Wann und wie werden die Gäste empfangen? Wann beginnt die Zeremonie und wie lange dauert sie? Wie kann man die unsägliche „Gratulationswarteschlange danach“ vermeiden und sicherstellen, das Brautpaar und Gäste gut und reichlich verpflegt werden? Kurz und gut: Wie sorgen wir dafür, dass sich Brautpaar und Gäste vor, während und nach der Trauung rundum wohlfühlen? Nicht zuletzt auch durch Liebe zum Detail: Liebevoll gestaltete Wasserflaschen, Körbe mit Sonnencrème und –schirmchen, Fächer, Taschentücher, Wedding Bubbles und noch vieles mehr. Der Hochzeitsplaner sorgt dafür, dass die freie Trauung zum unvergesslichen Erlebnis für alle wird.

Haben wir euer Interesse geweckt? Kontaktiert uns, wir helfen euch gerne weiter! 

Bild&Text: Yvonne Hochheuser
www.hochzeitsplanung.ch

Erfolgreicher Start des VUSH-Lehrganges

Bereits seit dem Frühling fieberte der VUSH Vorstand der neunten Ausgabe des Hochzeitsplaner Lehrganges entgegen. Denn dieses Mal sollte alles anders werden. Es ist der „Lehrgang 2.0“, wie er im Vorstand liebevoll genannt wird, denn der Lehrgang findet das erste Mal ohne die Marketing Schule SAWI statt. Der VUSH führt den Lehrgang nun in Eigenregie durch. Viel Wert wird auf eine möglichst praxisnahe Ausbildung gelegt. Deshalb setzte man das Konzept des eines „mobilen Klassenzimmers“ um. Der Unterricht findet nämlich überall dort statt wo auch Hochzeiten gefeiert werden. Oder am Arbeitsplatz unserer Dozenten. Diese sind allesamt Profis aus der Hochzeitsbranche. So können sich die Hochzeitsplaner bereits ein erstes Netzwerk aufbauen und

Auftakt an der Big Love

Der Startschuss fiel bereits eine Woche vor dem offiziellen Unterrichtsstart an der „Big Love“ in Wollerau.  Zehn aufgeregte Teilnehmer wurden von den VUSH-Vorstandsmitgliedern Yvonne Hochheuser und Fabienne Peter empfangen und durch die Ausstellung begleitet. Die Teilnehmer erhielten einen spannenden Einblick in die Welt der Trauringe und wie diese entstehen. Vom ersten Design bis zum fertigen Produkt. Gastgeber der Big Love ist die Ringmanufaktur Meister. Bereits seit einigen Jahren ist der VUSH-Lehrgang jeweils zu Gast bei der Big Love und bietet die perfekte Plattform für einen ungezwungenen Einstieg in den Lehrgang.

Einstieg mit dem Thema Ziviltrauung

Zum ersten Schultag empfing Lehrgangsleiterin Yvonne Hochheuser zweiundzwanzig hoch motivierte Teilnehmer in der Müli in Mülligen. Die angehenden Hochzeitsplanerinnen wurden mit einer liebevoll hergerichteten Candy Bar, personalisierten Lebkuchen Herzen und weiteren hilfreichen Goodies zum Lehrgang begrüsst.

Passend zur Location, die Müli ist ein ziviles Trauungslokal,  drehte sich der erste Unterrichtsblock um das Thema Ziviltrauung. Nach der Begrüssungsrunde führte Yvonne die Teilnehmer ins Thema ein. Am Nachmittag dozierte eine Vertreterin des Zivilistandsamtes Zürich vertieft zum Thema.  Der Tag verging wie im Flug und am Ende des Tages verabschiedeten sich die Teilnehmer müde aber überglücklich und mit grosser Vorfreude auf den nächsten Samstag.

Wir sind ebenfalls überglücklich über den gelungenen Auftakt des Lehrganges 2.0 und freuen uns auf die weiteren Unterrichtsblöcke.

Bilder: Yvonne Hochheuser, Fabienne Peter

Text: Fabienne Peter