Der Charme von Herbsthochzeiten

Seid ihr vielleicht gerade an der Planung eurer Hochzeit im nächsten Jahr und bereits etwas frustriert, weil so viele schöne Lokalitäten an den Sommerwochenenden bereits ausgebucht sind? Dann lasst euch sagen: Im Herbst heiratet es sich noch viel schöner! Nicht nur, weil unsere Bäume dann für die Hochzeitsfotos eine viel farbenfrohere Kulisse liefern als im Frühling/Sommer, das Licht viel weicher ist und euren Bildern automatisch einen romantischen Filter verleiht – nein, vor allem weil sich die Planung vereinfacht; ihr kurz vor der Hochzeit viel weniger Stress habt und euren Hochzeitstag in vollen Zügen geniessen könnt. Wieso das so ist, liegt auf der Hand: Im Herbst werden die Hochzeiten indoor geplant, damit verfällt das mühsame Suchen nach der perfekten Outdoor-Location und man konzentriert sich auf Räume, die vor allem innen überzeugen. Wie oft buchen Paare einen wunderbaren Ort für die Trauung im Freien, die Schlechtwettervariante ist aber oft das, was der Name schon beinhaltet: Schlecht…In einem windigen Zelt, einer hässlichen Scheune oder auch in einem sterilen Seminarraum mag oft keine richtige Stimmung aufkommen – ausser man investiert viel Geld in zusätzlichen Komfort und Dekoration!

Für eure Herbsthochzeit sucht ihre eine Lokalität, die mit inneren Werten überzeugt: Mit Ausstattung, Komfort und Look. Selbstverständlich darf sie einen schönen Aussenbereich haben, den ihr bei entsprechendem Wetter für den Apéro nutzen könnt. Alles, was ihr an diesem Tag machen möchtet, kann aber in tollen Räumlichkeiten stattfinden: Von der Trauung über den Apéro bis hin zu Bankett und Party. Ihr müsst kurz vor der Hochzeit nicht ständig alle möglichen Wetter-Apps miteinander vergleichen sondern dürft den grossen Tag ganz entspannt auf euch zukommen lassen im Wissen: Es wird schön! Sonnenstrahlen werden an eurem Tag dankbar angenommen, sind aber nicht Bedingung – auch eine Hochzeit im Nebel hat ihre ganz eigene Romantik! Und eure Gäste werden euch dankbar sein, dass sie nicht ständig den Schatten suchen müssen und ihre Hochzeitskleidung nicht bereits nach der Trauung im Freien schweissdurchtränkt ist, sondern höchstens nach der ausgelassenen Party in den frühen Morgenstunden…

Haben wir euer Interesse geweckt? Dann lasst euch zum Abschluss noch eines sagen: Die ersten zwei, drei Septemberwochenenden sind genauso beliebt wie die Hochzeitsmonate Juli und August; für Oktober-Termine lässt das Interesse merklich nach und im November könnt ihr oft zwischen den tollsten Lokaliäten auswählen! Wir unterstützen euch gerne bei der Planung eurer Herbsthochzeit!

Text und Bild: Yvonne Hochheuser, www.hochzeitsplanung.ch

So heiraten Herr und Frau Schweizer

Wie und wo heiraten eigentlich die Schweizer? Und wie viel geben sie dafür aus? Eine Studie des Verbandes der unabhängigen schweizerischen Hochzeitsplaner (VUSH) gibt Aufschluss.

ღ Budgets zwischen CHF 30’000 und 40’000

Im Durchschnitt haben die Hochzeitspaare in der Schweiz zwischen CHF 30’000 und CHF 40’000 für ihre Hochzeit ausgegeben. Es gibt aber auch 5% der Schweizer Hochzeitspaare, welche sogar über CHF 80’000 dafür ausgegeben oder investiert? haben. In diesen Kosten nicht enthalten sind die Aufwendungen für Kleider und Ringe sowie die Flitterwochen.

ღ Zweigeteilte Gesellschaft nicht mehr oft gefragt

Traditionellerweise wurde in der Schweiz oftmals mit einer zweigeteilten Gesellschaft gefeiert. Nach der Trauung gibt es einen Apéro mit einer grösseren Anzahl Gäste und anschliessend ein Bankett im eher kleineren Kreise. Diese Zeiten sind auch in der Schweiz langsam aber sicher vorbei – die Brautpaare wünschen sich vermehrt, dass die Gäste beim ganzen Tag dabei sein können und dadurch das Brautpaar entspannt den ganzen Abend mit den Gästen geniessen und feiern kann. Auch die Hochzeitsspiele werden immer seltener. Das letzte Jahr stand ganz unter dem Satz «Wir möchten den Tag zusammen mit unseren Freunden einfach nur entspannt geniessen!».

ღ Klassisches Banketthotel immer noch am beliebtesten

Obwohl historische Gebäude und private Villen auch weiterhin auf dem Vormarsch sind und auch toll ausgebaute Bauernhöfe und Berghütten immer mehr im Trend liegen, hat sich das klassische Banketthotel noch immer durchgesetzt. Vielfach ist hier ein entscheidender Faktor, dass es direkt vor Ort auch Übernachtungsmöglichkeiten bietet und von der Trauung bis zum Bankett und der Feier alles an einem Ort durchgeführt werden kann.

ღ Herbst löst Frühling ab

Während der Samstag weiterhin klarer Favorit beim bevorzugten Wochentag ist, hat sich die präferierte Saison verändert. Sommerhochzeiten sind immer noch sehr gefragt, Frühlingshochzeiten nehmen jedoch merklich ab. Die Studie zeigt eine Verschiebung Richtung September und zum Teil auch Oktober. Rund 25% aller von VUSH-Hochzeitsplanern organisierten Hochzeiten haben im September stattgefunden, dicht gefolgt vom Juli mit 19%.

ღ Durchschnittlich 40 bis 70 Gäste

Herr und Frau Schweizer feiern gemäss Statistik nicht mit riesigen Gesellschaften, so wie dies oftmals in südlichen Kulturen gang und gäbe ist. Eine kleine, überschaubare und persönliche Hochzeit wird durchschnittlich mit 40 bis 70 Gästen gefeiert. Gesellschaften bis 100 Gäste sind ebenfalls weit verbreitet in der Schweiz. Über  100 Gäste sind bei uns eher eine Seltenheit.

ღ Zürich und Zentralschweiz beliebteste Orte

Wenn man die Hochzeiten anschaut, welche von einem VUSH-Hochzeitsplaner betreut wurden, sieht man eine klare regionale Tendenz mit vielen Hochzeiten im Raum Zürich und Zentralschweiz. Graubünden, die Ostschweiz und das Mittelland folgen etwas weiter hinten. Ein Grund dafür könnte einerseits das grosse Angebot an Lokalitäten in diesen Regionen sein, in Zürich und der Zentralschweiz aber auch der angelsächsische Einfluss, wo die Unterstützung durch einen Profi weiter verbreitet ist.

ღ Rosa und Pastelltöne kombiniert mit Gold

Im vergangenen Jahr hat man bei den Hochzeiten in der Schweiz viele Pastelltöne und Rosa in Kombination mit Gold gesehen. Es gab aber auch ganz ausgefallene Ideen und Umsetzungen. So hat zum Beispiel der Trend zu Soundwave-Tattoos auch bei uns Einzug genommen und auch schon den Weg an die Hochzeiten gefunden – zum Beispiel mit dem eintätowierten Wortlaut «Ja, ich will».

Text: Simone Glarner, www.liebesding.ch
Foto: Luisa Blumenthal Photography for the wedding dot

Muss es wirklich der 18.08.18 sein?

Der 18. August 2018 wird ganz klar das beliebteste Hochzeitsdatum nächstes Jahr sein – viele Lokalitäten und Dienstleister sind für diesen speziellen Samstag schon seit Monaten ausgebucht. Paare, die sich erst kürzlich entschieden haben, an diesem Datum zu heiraten, erwartet deshalb viel Frust statt Freude bei den Hochzeitsvorbereitungen.

Wir fragen deshalb: Muss es denn wirklich der 18.08.2018 sein? Nach den „Schnaps-Daten“ der Nullerjahre haben wir Hochzeitsplaner gehofft, die Hysterie sei nun vorbei, aber weit gefehlt: Der 18.08.18 erfreut sich aus zwei Gründen so grosser Beliebtheit: Erstens, ist er ein Samstag und zweitens, es ist August.

Es muss nicht immer der Samstag sein

Nach wie vor wird am liebsten an Samstagen geheiratet, dabei sind vor allem bei Zivilhochzeiten andere Tage viel besser geeignet: Nehmen wir an, Sie haben tatsächlich einen Termin am Samstag ergattert (Samstagstrauungen sind immer noch die Ausnahme) – was machen Sie denn nach der Trauung mit Ihren Gästen? In der Regel wird samstags nämlich nur am Vormittag getraut; Sie als Gastgeber stehen also vor der Herausforderung, Ihre Gäste bis zum Bankett am Abend zu unterhalten und zu verpflegen – das wird teuer! Für Zivilhochzeiten und auch freie Trauungen, die am selben Ort wie das Bankett stattfinden, sind deshalb Freitage viel besser geeignet. Wenn Sie um 16 Uhr mit der Trauung loslegen, bleibt genügend Zeit für Apéro und Bankett und die Gäste haben danach noch das ganze Wochenende zur freien Verfügung – sie werden es Ihnen danken! Freitagshochzeiten sind bei den Gästen sehr beliebt und die Anwesenheitsquote ist oft höher als am Samstag – welcher Chef entlässt seine Angestellten nicht ein paar Stunden früher ins Weekend, wenn eine Hochzeit wartet?

November – unser heimlicher Favorit unter den Hochzeitsmonaten

Der August auf der anderen Seite hat längst den Mai als beliebtester Hochzeitsmonat abgelöst und auch die beiden ersten September-Wochenenden erfreuen sich grosser Nachfrage – diese Daten sind in der Regel zuerst ausgebucht. Sollten Sie also ein solches Datum in Betracht ziehen, fangen Sie am besten 2 Jahre davor mit der Lokalitätensuche an und buchen auch Fotografen und Trauungsgestalter frühzeitig. Wir finden: Der August hat den ersten Platz auf der Beliebtheitsskala zu Unrecht ergattert. Bezüglich Wetter ist man in der Schweiz inzwischen in keinem Monat mehr sicher und gerade dieses Jahr hatten die „August-Brautpaare“ wohl mit Abstand am wenigsten Wetterglück – es war entweder zu heiss oder dann nass. Wieso also nicht zurück zum Wonnemonat Mai? Oder wie wäre es mit Juni? Und an dieser Stelle möchten wir auch einmal die Fahne für den unbeliebtesten Hochzeitsmonat hochhalten: Den November! Der November ist in der Regel grau und langweilig und deshalb freuen sich alle über eine Einladung zur Hochzeit – was im Sommer nicht immer der Fall ist. Sie werden im November auch kurzfristig herrliche Lokalitäten und erstklassige Hochzeitsdienstleister finden – vielleicht sogar zum Spezialpreis. Für Dekoration brauchen Sie nicht viel zu investieren: Ab der zweiten Hälfte ist schon überall weihnachtlich-romantisch dekoriert und mit Reisig, Weihnachtsstern und Amaryllis kann schön und günstig geschaffen werden. Sie brauchen sich keine Gedanken darüber zu machen, ob Trauung und oder Apéro im Freien stattfinden kann – Sie haben dafür wunderschöne Indoor-Lokalitäten gefunden; vielleicht einen romantischen Weinkeller oder einen modernen Wintergarten…

Deshalb fragen wir nochmals: Muss es denn wirklich der 18.08.18 sein? Folgen Sie unserem Blog und erfahren Sie im nächsten mehr zur Winterhochzeit!

Autor: Yvonne Hochheuser, Hochheuser Hochzeitsplanung
www.hochzeitsplanung.ch

Photo: Scott Webb via pexels.com

Der Umfang der Hochzeit – sollen wir wirklich alle einladen?

Im letzten Post haben wir über die verschiedenen Trauungen gesprochen, heute möchten wir uns der Frage „Wie viele Gäste sollen wir einladen?“ widmen. Beides ist eng miteinander verbunden – nicht alle Trauungen sind zum Beispiel für eine grosse Gästeschar geeignet!

Nehmen wir sie also diesbezüglich nochmals genauer unter die Lupe:

Gäste bei der Ziviltrauung

Externe zivile Traulokale sind in aller Regel grösser als der für Ziviltrauungen vorgesehene Raum im Rats- oder Gemeindehaus. Auch hier wird die Auswahl aber schnell einmal sehr klein wenn Sie ein Traulokal für 80 oder mehr Gäste suchen. Ein grosses Traulokal ist zum Beispiel Schloss Lenzburg (Bild unten) welches aber entsprechend hoch frequentiert ist. Der VUSH-Hochzeitsplaner kann ihnen auch noch andere nennen, die Möglichkeiten hier sind aber begrenzt. Sprich: Für zivile Hochzeiten sind kleinere Gesellschaften bis ca. 40 Gäste besser geeignet.

Gäste bei der kirchlichen Trauung

Die kirchliche Trauung ist für jede Anzahl von Gästen geeignet – für kleine Gesellschaften empfiehlt sich eine hübsche kleine Kapelle, für grosse darf es auch eine imposante Stadtkirche wie die Jesuitenkirche im Bild unten sein. Auch hier kann der VUSH-Hochzeitsplaner mit Vorschlägen weiterhelfen. Beachten sie aber, das Kirchen jederzeit allen zugänglich sind – eine geschlossene Gesellschaft ist hier nicht möglich und vor allem in grossen Kirchen müssen Sie mit Zaungästen rechnen.

Gäste bei der freien Trauungszeremonie

Hier sind sie bei der Wahl des Traulokals frei, die Trauung kann bei schönem Wetter auch unter freiem Himmel stattfinden. Hier gilt es aber zu beachten, dass sich die Anzahl Gäste direkt aufs Budget auswirken – gerade bei der Trauung im Freien müssen Sie in der Regel das Mobiliar, also Stühle und Bänke, dazumieten. Auch an Sonnenschutz (Schirme, Segel) gilt es zu denken! Beachten Sie zudem, dass die freie Trauung meist sehr persönlich ist und oft die Liebesgeschichte des Brautpaares beinhaltet – möchten Sie diese wirklich mit allen Bekannten und Arbeitskollegen teilen?
Es gilt also auch hier sorgfältig abzuwägen, wie viele Gäste für Ihre Hochzeit Sinn machen. Die Gästeliste wird sie wahrscheinlich ein ganzes Weilchen beschäftigen. Lassen Sie sich aber nicht beirren, wenn sie sich entschieden haben – Sie werden es nie allen recht machen können! Hier gilt es auch immer zu beachten, welches Budget Sie für die Hochzeit zur Verfügung haben – viele Gäste wirken sich unmittelbar auf den Budgetposten „Essen und Getränke“ aus!

Autor/Bilder: Yvonne Hochheuser, Hochheuser Hochzeitsplanung