Muss es wirklich der 18.08.18 sein?

Der 18. August 2018 wird ganz klar das beliebteste Hochzeitsdatum nächstes Jahr sein – viele Lokalitäten und Dienstleister sind für diesen speziellen Samstag schon seit Monaten ausgebucht. Paare, die sich erst kürzlich entschieden haben, an diesem Datum zu heiraten, erwartet deshalb viel Frust statt Freude bei den Hochzeitsvorbereitungen.

Wir fragen deshalb: Muss es denn wirklich der 18.08.2018 sein? Nach den „Schnaps-Daten“ der Nullerjahre haben wir Hochzeitsplaner gehofft, die Hysterie sei nun vorbei, aber weit gefehlt: Der 18.08.18 erfreut sich aus zwei Gründen so grosser Beliebtheit: Erstens, ist er ein Samstag und zweitens, es ist August.

Es muss nicht immer der Samstag sein

Nach wie vor wird am liebsten an Samstagen geheiratet, dabei sind vor allem bei Zivilhochzeiten andere Tage viel besser geeignet: Nehmen wir an, Sie haben tatsächlich einen Termin am Samstag ergattert (Samstagstrauungen sind immer noch die Ausnahme) – was machen Sie denn nach der Trauung mit Ihren Gästen? In der Regel wird samstags nämlich nur am Vormittag getraut; Sie als Gastgeber stehen also vor der Herausforderung, Ihre Gäste bis zum Bankett am Abend zu unterhalten und zu verpflegen – das wird teuer! Für Zivilhochzeiten und auch freie Trauungen, die am selben Ort wie das Bankett stattfinden, sind deshalb Freitage viel besser geeignet. Wenn Sie um 16 Uhr mit der Trauung loslegen, bleibt genügend Zeit für Apéro und Bankett und die Gäste haben danach noch das ganze Wochenende zur freien Verfügung – sie werden es Ihnen danken! Freitagshochzeiten sind bei den Gästen sehr beliebt und die Anwesenheitsquote ist oft höher als am Samstag – welcher Chef entlässt seine Angestellten nicht ein paar Stunden früher ins Weekend, wenn eine Hochzeit wartet?

November – unser heimlicher Favorit unter den Hochzeitsmonaten

Der August auf der anderen Seite hat längst den Mai als beliebtester Hochzeitsmonat abgelöst und auch die beiden ersten September-Wochenenden erfreuen sich grosser Nachfrage – diese Daten sind in der Regel zuerst ausgebucht. Sollten Sie also ein solches Datum in Betracht ziehen, fangen Sie am besten 2 Jahre davor mit der Lokalitätensuche an und buchen auch Fotografen und Trauungsgestalter frühzeitig. Wir finden: Der August hat den ersten Platz auf der Beliebtheitsskala zu Unrecht ergattert. Bezüglich Wetter ist man in der Schweiz inzwischen in keinem Monat mehr sicher und gerade dieses Jahr hatten die „August-Brautpaare“ wohl mit Abstand am wenigsten Wetterglück – es war entweder zu heiss oder dann nass. Wieso also nicht zurück zum Wonnemonat Mai? Oder wie wäre es mit Juni? Und an dieser Stelle möchten wir auch einmal die Fahne für den unbeliebtesten Hochzeitsmonat hochhalten: Den November! Der November ist in der Regel grau und langweilig und deshalb freuen sich alle über eine Einladung zur Hochzeit – was im Sommer nicht immer der Fall ist. Sie werden im November auch kurzfristig herrliche Lokalitäten und erstklassige Hochzeitsdienstleister finden – vielleicht sogar zum Spezialpreis. Für Dekoration brauchen Sie nicht viel zu investieren: Ab der zweiten Hälfte ist schon überall weihnachtlich-romantisch dekoriert und mit Reisig, Weihnachtsstern und Amaryllis kann schön und günstig geschaffen werden. Sie brauchen sich keine Gedanken darüber zu machen, ob Trauung und oder Apéro im Freien stattfinden kann – Sie haben dafür wunderschöne Indoor-Lokalitäten gefunden; vielleicht einen romantischen Weinkeller oder einen modernen Wintergarten…

Deshalb fragen wir nochmals: Muss es denn wirklich der 18.08.18 sein? Folgen Sie unserem Blog und erfahren Sie im nächsten mehr zur Winterhochzeit!

Autor: Yvonne Hochheuser, Hochheuser Hochzeitsplanung
www.hochzeitsplanung.ch

Photo: Scott Webb via pexels.com

Der Umfang der Hochzeit – sollen wir wirklich alle einladen?

Im letzten Post haben wir über die verschiedenen Trauungen gesprochen, heute möchten wir uns der Frage „Wie viele Gäste sollen wir einladen?“ widmen. Beides ist eng miteinander verbunden – nicht alle Trauungen sind zum Beispiel für eine grosse Gästeschar geeignet!

Nehmen wir sie also diesbezüglich nochmals genauer unter die Lupe:

Gäste bei der Ziviltrauung

Externe zivile Traulokale sind in aller Regel grösser als der für Ziviltrauungen vorgesehene Raum im Rats- oder Gemeindehaus. Auch hier wird die Auswahl aber schnell einmal sehr klein wenn Sie ein Traulokal für 80 oder mehr Gäste suchen. Ein grosses Traulokal ist zum Beispiel Schloss Lenzburg (Bild unten) welches aber entsprechend hoch frequentiert ist. Der VUSH-Hochzeitsplaner kann ihnen auch noch andere nennen, die Möglichkeiten hier sind aber begrenzt. Sprich: Für zivile Hochzeiten sind kleinere Gesellschaften bis ca. 40 Gäste besser geeignet.

Gäste bei der kirchlichen Trauung

Die kirchliche Trauung ist für jede Anzahl von Gästen geeignet – für kleine Gesellschaften empfiehlt sich eine hübsche kleine Kapelle, für grosse darf es auch eine imposante Stadtkirche wie die Jesuitenkirche im Bild unten sein. Auch hier kann der VUSH-Hochzeitsplaner mit Vorschlägen weiterhelfen. Beachten sie aber, das Kirchen jederzeit allen zugänglich sind – eine geschlossene Gesellschaft ist hier nicht möglich und vor allem in grossen Kirchen müssen Sie mit Zaungästen rechnen.

Gäste bei der freien Trauungszeremonie

Hier sind sie bei der Wahl des Traulokals frei, die Trauung kann bei schönem Wetter auch unter freiem Himmel stattfinden. Hier gilt es aber zu beachten, dass sich die Anzahl Gäste direkt aufs Budget auswirken – gerade bei der Trauung im Freien müssen Sie in der Regel das Mobiliar, also Stühle und Bänke, dazumieten. Auch an Sonnenschutz (Schirme, Segel) gilt es zu denken! Beachten Sie zudem, dass die freie Trauung meist sehr persönlich ist und oft die Liebesgeschichte des Brautpaares beinhaltet – möchten Sie diese wirklich mit allen Bekannten und Arbeitskollegen teilen?
Es gilt also auch hier sorgfältig abzuwägen, wie viele Gäste für Ihre Hochzeit Sinn machen. Die Gästeliste wird sie wahrscheinlich ein ganzes Weilchen beschäftigen. Lassen Sie sich aber nicht beirren, wenn sie sich entschieden haben – Sie werden es nie allen recht machen können! Hier gilt es auch immer zu beachten, welches Budget Sie für die Hochzeit zur Verfügung haben – viele Gäste wirken sich unmittelbar auf den Budgetposten „Essen und Getränke“ aus!

Autor/Bilder: Yvonne Hochheuser, Hochheuser Hochzeitsplanung